Prozesskostenhilfe

Prozesskostenhilfe (PKH) bekommt jeder, der gewisse Aussichten hat, ein Gerichtsverfahren zu gewinnen und diese aus eigenen Mitteln nicht finanzieren kann. Bei Bewilligung der PKH hat der Kläger kein Kostenrisiko mehr. Selbst wenn er verliert, werden die Prozesskosten von der Staatskasse bezahlt. Nur wenn die Prozesskostenhilfe mit Ratenzahlung bewilligt worden ist, müssen die Kosten an den Staat zurückbezahlt werden. Es wird dann eine geringe monatliche Rate fällig.
In Arzthaftungsprozessen spielt die PKH eine größere Rolle, da das Kostenrisiko grundsätzlich sehr hoch ist. Die Erstellung eines Gerichtsgutachtens kann leicht über 1.000,00 Euro kosten. Wer finanziell geringfügig über die Grenze zur Prozesskostenhilfebewilligung liegt, scheut regelmäßig das Risiko eines Klageverfahrens.