Risikoaufklärung

Vor jedem medizinischen Eingriff hat der Arzt den Patienten über dessen Risiken aufzuklären. Dazu gehören die Risiken, die unmittelbar mit dem Eingriff zusammenhängen, insbesondere das Risiko, dass sich der Zustand nicht bessert, sogar verschlimmert werden kann, Risiken bezüglich aller typischen Begleiterscheinungen, das Risiko, dass eventuell eine Änderung/ Erweiterung der Operation vorgenommen werden muss und das Risiko, dass eine weitere Operation notwendig werden kann. Ferner sind auch auf das Risiko langfristiger Dauerschäden (z.B. Versteifung des Gelenkes) hinzuweisen. Bei hoch riskanten Eingriff ist dem Patienten bewusst zu machen, dass es sich um einen Hoch-Risiko-Eingriff handelt. Hat der Patient erkennbar falsche Vorstellungen bezüglich des hohen Risikos, hat der Arzt den Patienten aktiv darüber aufzuklären.
Dem Arzt ist anzuraten, das Aufklärungsgespräch mit Hilfe eines Aufklärungsformulars durchzuführen, da er die Beweislast für die ordnungsgemäße Aufklärung trägt.