Wrongful Life

Wrongful life ist ein juristisches Schlagwort, bei dem es um die juristischen Einordnung der Schadensersatzansprüche von Eltern eines behinderten Kindes geht. In diesen Fällen hat der Arzt einer Schwangeren schuldhaft nicht erkannt, dass das Kind behindert zur Welt kommen wird. Nach der Geburt des behinderten Kindes können die Eltern den behandelden Arzt aus vertraglicher und deliktischer Haftung in Anspruch nehmen und zwar auf Zahlung des Unterhalts als Schaden (vgl. Geburtsschadensrecht).
Der ersatzfähige Schaden ist hierbei nicht das Kind als solches, da der absolute Lebensschutz, der aus Art. 1 GG folgt, es verbietet das Kind als Schadensposten einzuordnen, jedoch stellen die Unterhaltskosten einen ersatzfähigen Schaden dar. Hierbei ist nicht zwischen den behinderungsbedingten Mehrkosten und den Kosten für ein nicht behindertes Kind zu unterscheiden, da diese Kosten nicht teilbar sind.
Das Kind selbst hat keinen eigenen Schadensersatzanspruch hat, da dieser Anspruch einem Anspruch auf Nichtexistenz gleichkommen würde.