Rechtsschutzversicherung

Ein Patient, der Opfer eines Arztfehlers geworden ist, benötigt in der Regel viel Kraft, Durchhaltevermögen und finanzielle Mittel, um einen Arzthaftungsprozess durchzuführen. Die Kosten eines solchen Prozesses hängen von der Höhe des Streitwertes ab. Da häufig ein hohes Schmerzensgeld gefordert wird, sind die Kosten ebenfalls regelmäßig hoch. Hinzu kommt, dass grundsätzlich ein Sachverständigengutachten erstellt wird, das je nach Umfang und Komplexität der Patientenakte ebenfalls hohe Kosten produziert.
Verfügt der Patient über eine Rechtsschutzversicherung werden die gesamten Kosten von der Rechtsschutzversicherung getragen. Der Patient hat also keinerlei Kostenrisiko. Das führt dazu, dass in aller Regel Mandanten mit einer Rechtsschutzversicherung Klage erheben und Mandanten ohne Rechtsschutz aufgrund der Kostenrisiken auf ein Klageverfahren verzichten, selbst wenn die Aussichten eingermaßen positiv sind.
Für Mandanten ohne Vermögen und ausreichendes Einkommen besteht aber die Möglichkeit Prozesskostenhilfe zu beantragen, so dass die zumindest die Prozesskosten von der Staatskasse getragen werde