Vermehrte Bedürfnisse

Nach einem Personenschaden kommt neben dem Schmerzensgeld Ansprüche wegen vermehrter Bedürfnisse in Betracht (vgl. Schadensersatz). Diese müssen dauerhaft und regelmäßig entstehen und nicht nur der Heilung dienen. Darunter fallen neben dem Haushaltsführungsschaden und dem Pflegeschaden folgende Positionen:

  • Kosten für den behindertengerechten Ausbau von Haus oder Wohnung
  • Kosten für den behindertengerechten Umbau des Pkws
  • Anschaffung eines Pkws, wenn für die Mobilität notwendig
  • Fahrkosten zu den Behandlern und Behörden
  • Heilmittel (Medikamente, Arzneimittel) bei dauerhafter und regelmäßiger Anwendung
  • Hilfsmittel (Prothesen, Unterarmgehstützen, Gebiss, Gipsschienen, Rollstuhl, Rollator, uvm.)
  • Betreuungsleistungen für zu betreuende Kinder oder kranke und alte Menschen
  • vermehrte Ausgaben für Diäten oder Sondernahrung
  • Aufwendungen für Kuren o.ä.
  • Schreib- und Lesehilfen
  • Besondere Körperpflege und -versorgung (z.B. nach Verbrennungen oder künstlicher Darmausgang)
  • Kosten für Kuraufenthalte
  • sonstige verletzungsspezifische Hilfen zum Ausgleich von Behinderungen

 

Diese Schadensersatzpositionen sind streng zu trennen vom Schmerzensgeld.